Mel Gibson vs. Oksana Grigorieva
Was Frauen nicht wollen
Bild-Quelle:"showhype.com"
Mel Gibson im Visier der Ermittler: Die Polizei von Los Angeles untersucht ein Tonband, auf dem angeblich zu hören ist, wie der Schauspieler seine Ex-Freundin Oksana Grigorieva bepöbelt und mit dem Tode bedroht. Der Oscar-Preisträger ist derweil bemüht, sein ramponiertes Image zu polieren.
Los Angeles - Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen den Hollywood-Star Mel Gibson nimmt die Polizei in Los Angeles ein Tonband derzeit genau unter die Lupe. Polizeisprecher Steve Whitmore sagte der "Los Angeles Times", dass die Ermittler die Aufzeichnung eines Streits zwischen Gibson und seiner früheren russischen Lebensgefährtin Oksana Grigorieva prüfen wollten.
Der Internetdienst RadarOnline.com veröffentlichte Ausschnitte aus dem Dialog. Zweimal soll der Schauspieler demnach die Russin mit dem Tode bedroht haben. Der Mann, der auf dem Band zu hören sei, sei vollkommen außer Kontrolle, er schreie und ringe vor lauter Wut nach Luft, beschreibt RadarOnline die Situation. "Man sollte dir mit einem verdammten Baseballschläger auf den Kopf hauen", empfiehlt der Mann, der Gibson sein soll - und deutet dann an, sein weibliches Gegenüber töten und beerdigen zu wollen.
"Dafür wirst du dich eines Tages verantworten müssen, mein Junge", sagt die Frau, woraufhin ihr Gegenüber aggressiv fragt, ob sie ihm drohen wolle. "Ich bin nicht diejenige, die jemanden bedroht", so die Antwort.
Grigorieva hatte am 5. Juli Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen Gibson erstattet. Sie habe aus Angst um ihr Leben Aufnahmen von den Auseinandersetzungen mit ihrem Ex-Freund gemacht, sagte sie - laut RadarOnline belegen die Tonbänder die Richtigkeit der Aussage.
An einem Punkt wirft der Mann seiner Partnerin vor, ihn verlassen zu haben, als er ihre Karriere als Sängerin nicht mehr unterstützen wollte. "Ich rette nur mein Leben und das meiner Tochter!", so die Antwort. "Die Musik ist mir scheißegal, und es ist mir scheißegal, ob du einen Penny für mich ausgibst. Du hast uns fast getötet, weißt du das nicht mehr?"
Gibson versucht derzeit zu retten, was zu retten ist - und sei es nur, selber Schlagzeilen zu machen. So berichtet das Magazin "People" unter Verweis auf einen Freund des Schauspielers, Gibson habe um die Probleme in der Beziehung gewusst - und daher Anfang des Jahres eine Therapie gemacht. Ziel war demnach, einen Weg zu finden, die "ungesunde Beziehung" auf eine "friedvolle und ruhige Art" zu beenden. "Und das hat er getan."
"Du hast es verdammt noch mal verdient"
Grigorieva indes scheint das anders zu sehen. Erst kürzlich hatte sie ihrem Ex vorgeworfen, sie so heftig ins Gesicht geschlagen zu haben, dass ein Zahn zerbrach. "Was soll das für ein Mann sein? Der eine Frau schlägt, während sie ihr Baby auf dem Arm hält? Der ihr einen Zahn ausbricht?", fragt die Frau auf dem Band. Die Antwort des Mannes: "Jetzt bist du wütend! Aber weißt du was? Du hast es verdammt noch mal verdient."
Sollte sich das Band authentisch sein, könnte es zu einem für Gibson in jeder Hinsicht negativen Beweisstück vor Gericht werden - nicht nur im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt, sondern auch im Hinblick auf die ausgesprochenen Drohungen. Diese könnten weitere gerichtliche Klagen nach sich ziehen. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter, die acht Monate alte Lucia. Gibsons Anwalt Stephen Kolodny warf Grigorieva kürzlich vor, gegen eine vertrauliche Sorgerechtsvereinbarung vom Mai verstoßen zu haben. Sein Mandant habe der 40-Jährigen Zehntausende Dollar gezahlt und ihr ein Haus und ein Auto überlassen.
Der 54-jährige Oscar-Preisträger Gibson ("Braveheart") hatte für Grigorieva nach 28 Jahren Ehe seine Frau Robyn verlassen, mit der er sieben Kinder hat. Grigorieva hat einen Sohn aus einer früheren Beziehung mit dem "James Bond"-Darsteller Timothy Dalton.
Im April hatte Grigorieva die Trennung des Paars bestätigt - damals schien eine friedliche Koexistenz offenbar noch möglich. "Wir haben uns in beiderseitigem Einverständnis getrennt und werden unsere Tochter gemeinsam aufziehen", sagte sie damals. Im Mai einigte sich das Paar darauf, dass Töchterchen Lucia bei der Mutter wohnen sollte. Gibson erhielt das Besuchsrecht einschließlich Übernachtungen.
ala/han
Quelle: spiegel.de