Grammy Awards 2011: Die Gewinner
Überblick: Die wichtigsten Grammy-Sieger 2011
Der Song des Jahres stammt von Lady Antebellum, die beste Popsängerin ist Lady Gaga. Den Grammy als beste Newcomerin gewann überraschend eine Jazzsängerin, die damit sogar Justin Bieber aus dem Rennen schlug.
Ein poppiger Countrysong hat bei den Grammys richtig abgeräumt. Lady Antebellum hat am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles gleich vier der begehrtesten Musikpreise der Welt für ihr Stück „Need You Now“ – als Song und als gleichnamige Platte – bekommen. Die Band aus Nashville hatte sich vor nicht einmal fünf Jahren gebildet. Lady Gaga bekam drei der kleinen goldenen Grammophone, ansonsten enttäuschten die Favoriten: Eminem ging, obwohl zehnmal nominiert, nur mit zwei Trophäen nach Hause, Justin Bieber und Katy Perry sogar gänzlich ohne Auszeichnung.
„Need You Now“ wurde in gleich zwei der drei wichtigen Kategorien geehrt, als bester Song und als beste Aufnahme des Jahres 2010. Damit wurden einmal die Interpreten und einmal Komponisten und Texter des Liebesliedes geehrt – jeweils das Trio aus Tennessee. Der Titel – nicht hundertprozentig Country, sondern sehr poppig – bekam auch noch die Preise als bester Countrysong und beste Country-Darbietung. Beste Platte wurde „The Suburbs“ von der kanadischen Independent-Band Arcade Fire.
Esperanza Spalding schreibt Jazz-Geschichte
Die Jazzsängerin und Bassistin Esperanza Spalding wurde bei der Show am Sonntag überraschend als beste neue Künstlerin geehrt. Sie war nur in dieser Kategorie nominiert und setzte sich gegen Top Acts wie Justin Bieber und Drake durch. Spalding ist die erste Jazz-Musikerin überhaupt, die in der Kategorie „Neuer Künstler“ siegte.
Beste Popsänger des Jahres wurden Lady Gaga und Bruno Mars. Die 24-jährige New Yorkerin bekam den Preis für „Bad Romance“ von ihrem Album „The Fame Monster“, der ein Jahr ältere Rhythm-and-Blues-Musiker aus Hawaii für „Just The Way You Are“. Beste Popgruppe wurde Train. Die drei erhielten für den eingängigen Song „Hey, Soul Sister“ den Preis als „Bestes Duo/Beste Gruppe“.
Ein Grammy geht nach Deutschland
Mars war sechsmal nominiert, er bekam nur einen Preis. Eminem hatte sich nach Jahren der Krise eindrucksvoll wieder zurückgemeldet, doch aus zehn Nominierungen wurden nur zwei Grammys. Katy Perry legte wieder eine pompöse Bühnenshow hin, geehrt wurde sie nicht. Und auch Teeniestar Bieber ist zwar gerade mit einem Konzertfilm außerordentlich erfolgreich und begeisterte zusammen mit Usher das Publikum in Los Angeles. Aber auch er ging preislos nach Hause.
Enttäuscht konnte auch Hans Zimmer sein. Gleich zwei der fünf Nominierungen für die beste Filmmusik lauteten auf den Namen des Frankfurters. Das Grammophon ging aber an Randy Newman für den Soundtrack zu „Toy Story 3“.
Zum 53. Mal wurden am Sonntag in Los Angeles die Grammys verliehen. Unter den diesjährigen Gewinnern in den wichtigsten der 109 Kategorien sind ein paar neue Gesichter vertreten. (Quelle: focus.de)
Album des Jahres: „The Suburbs“, Arcade Fire
Song des Jahres: „Need You Now“, Lady Antebellum
Single des Jahres: „Need You Now“, Lady Antebellum
Neuer Künstler: Esperanza Spalding
Pop-Vocal-Album: „Hey, Soul Sister“, Train
Popsänger: „Just The Way You Are“, Bruno Mars
Popsängerin: „Bad Romance“, Lady Gaga
Rock-Song: „Angry World“, Neil Young
Rock-Album: „The Resistance“, Muse
R&B-Album: „Wake up!“, John Legend & the Roots
Rap-Album: „Recovery“, Eminem
Country-Album: „Need You Now“, Lady Antebellum
Electronic-Dance-Album:„La Roux“, La Roux