Hostel: Part II
Director's Cut
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Vorab sei gesagt, dass “Hostel: Part II” zwar besser als sein Vorgänger ist, der mir überhaupt nicht zugesagt hat, aber dennoch kein guter Film ist.
Die größte Stärke der Fortsetzung ist, dass sie wie eine Satire erscheint, aber zugleich ist das auch die größte Schwäche, weil Eli Roth sie nicht als solche durchzieht und der Film durch seine selbstzweckhaften Brutalitäten heuchlerisch wirkt.
So ist meiner Meinung nach die Ersteigerungsszene, die beste Szene des ganzen Films: Man sieht, wie die Bieter bei
der Arbeit, bei einer Freizeitbeschäftigung oder in Anwesenheit der Familie sind und völlig normale Dinge tun, einer ist zum Beispiel mit seinem Kind beim Eisessen, und nebenbei übers Internet für eine junge Frau bieten, um sie foltern und töten zu können. Hier vermittelt Roth auch zum ersten Mal die Sichtweise der Verkäufer und Käufer, die die Opfer als Waren betrachten, die nur dazu dienen Geld zu machen bzw. dazu die Perversionen der Kunden zu befriedigen oder sie zu unterhalten.
Aber mit der ersten Foltersequenz fängt der Anspruch des Films kritisch zu sein an zu bröckeln. In dieser wird die perverse Romantik einer Folterin aufgezeigt. Das kann zwar verstören, aber der Sequenz kann man eben nicht ihren Selbstzweck absprechen. Später wird noch vom Boss des „Dienstleistungsunternehmens“ zur Bestrafung ein Kind einer Kinderbande erschossen, weil diese Mist gebaut hat. Diese Szene ist völlig sinnlos und trägt nichts zum Film bei. Gut, vielleicht wollte Roth nur nochmal verdeutlichen, wie krass diese Osteuropäer doch sind. Überhaupt, man hätte diese Bande erst gar nicht wieder im zweiten Teil auftauchen lassen sollen. Das wär in Ordnung gewesen, wenn man darauf eingegangen wäre, warum sie so brutal sind. Das wird es aber nicht. Nicht zu vergessen, die Szene in der Beth, die Hauptakteurin, einen Mann töten muss, um sich selbst zu retten, da sie sich dann freikaufen kann. Natürlich macht sie nur das Nötigste und vermeidet unnötige Grausamkeiten: Sie trennt ihm nur sein bestes Stück samt Kronjuwelen ab, geht ganz cool aus dem Raum, wirft dabei das Abgetrennte dem Wachhund zu, der es sofort verschlingt, und lässt den Mann in Ruhe verbluten. In der Schlussszene hat dann die Kinderbande noch einen Auftritt: Sie spielen spaßig mit einem abgetrennten Kopf Fußball. Diese Osteuropäer!
Beth scheint übrigens nicht die Hellste zu sein. Es finden sich lauter Anzeichen, dass etwas Eigenartiges vor sich geht, sie schaut auch öfter mal etwas misstrauisch, aber sagt nie etwas darüber zu ihren Mitgereisten, fragt nie, was gerade abgelaufen ist und sie unternimmt auch nichts. Das passiert natürlich erst, wenn man nichts mehr missverstehen kann.
"Hostel: Part II“ hat gute Ansätze, aber kann nicht verlangen als kritischer Film wahrgenommen zu werden, da er Gewalttätigkeiten anprangert, aber selbst bewusst aus diesen Nutzen zieht. Man kann von diesem Film auch nicht erwarten, dass er sich mit seiner Thematik und seinen Charakteren tiefgründig auseinandersetzt, das versucht er nämlich nicht mal. Zusätzlich sind noch Logiklöcher vorhanden, gerade Beth (siehe Absatz zuvor) ist ein Mysterium für sich. Und was sich im Finale zw. Beth und Stuart, der Typ der sie foltern will, abspielt, ihre Handlungen, das lässt sich nicht wirklich nachvollziehen.
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40%
Flick
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Tödlich für diese britische Horrorkomödie ist, dass sie unlustig ist, weshalb sie sehr langweilig ist und neben weiteren Schwächen auch seine Logiklücken hat. Die Optik ist alles in allem okay, die Musik enttäuscht ebenfalls nicht, aber das war’s eigentlich auch schon.
"Flick" ist für mich nach "Lesbian Vampire Killers" die zweite britische Horrorkomödien-Enttäuschung in Folge.
Wenn man nach gelungenen Horrorcomedys aus Großbritannien sucht, sollte man es mit "Shaun oft he Dead", "Severance" und "Doghouse", "The Cottage" kann man wohl auch noch erwähnen, versuchen. Weitere Filme dieser Art, die ich aus den USA nennen kann, wären "Idle Hands" und der wohl beste von allen genannten Titeln: "Bubba Ho-Tep".
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20%